am samstag schrieb mir eine alte liebe eine sms.
vor jahren hatte ich meine chance bei ihm vertan, weil ich nicht bereit war eine fernbeziehung zu führen.
und doch war er immer wieder mal in meinen gedanken.
und ich in seinen.
seit ich weiß, dass er dieses frühjahr heiraten will, spielen meine gefühle komplett verrückt.
er will mich noch mal wieder sehen.
einerseits will ich das auch, doch andererseits fürchte ich mich davor, habe angst, dass mich meine gefühle übermannen.
wahrscheinlich tut es mir überhaupt nicht gut, ihn wiederzusehen. was bringt es mir auch?
er wird heiraten.
ich muss endlich die vergangenheit ruhen lassen. endgültig abschließen.
und doch hab ich die irrsinnige vage hoffnung, dass er sich das mit dem heiraten doch noch anders überlegt.
ich bin bekloppt. einfach bekloppt.
saphir - 24. Jan, 19:44
weiche konturen
feine linien auf der stirn
ein rauhes Kinn
doch weiche lippen
voll und rot
in einem hübschen bogen
wache blaue augen
voll zuneigung und wärme
umrahmt von dichten langen wimpern
darüber kräftige augenbrauen
mit energischem ausdruck
braunes kurzes haar
welches zu kreativen hörnchen neigt
und wenn du mich ansieht
umspielen grübchen
dein lächeln
saphir - 16. Jan, 21:26
er fehlt mir so sehr.
selbst bei ganz banalen alltagssituationen.
mir fehlt sein schwerer atem in der nacht,
selbst sein schnarchen,
und schmunzelnd denke ich daran,
wie er verschlafen immer behauptete
er würde garnicht schnarchen, wenn ich ihn des nachts
deswegen stupte.
wie lange dauert es, bis die erinnerung an einen geliebten menschen nicht mehr weh tut, sondern man mit einem lächeln zurückblicken kann?
saphir - 13. Jan, 20:16
ich fühl mich einsam
obwohl ich nicht allein bin
doch gerade nachts
hab ich das gefühl verrückt zu werden
und ich verfluche die dunkelheit
als ob sie an allem schuld wäre
saphir - 11. Jan, 13:13
ziellos. planlos. unkoordiniert.
komme, was kommen mag - ich muss fast immer improvisieren.
selten trifft mich etwas vorbereitet.
plötzlich taucht das leben vor mir auf, schreit: Hallo da bin ich! und will sofort eine entscheidung.
dabei liegen mir spontane entscheidungen nicht.
ach, was sag ich, mir liegen überhaupt keine entscheidungen.
und wenn ich mich dann mal entschieden habe, dann nur weil ich irgendwie dazu gedrängt wurde, von anderen oder auch von mir selbst, wenn ich schon so lange gegrübelt habe, dass ich selbst der meinung bin, eine entscheidung wäre nun fällig.
die letzte folgenschwere entscheidung die ich getroffen habe, war das resultat von wochenlangem drängen meiner freunde, die mich mit ihren gut gemeinten ratschlägen so überhäuften, dass ich selbst nicht mehr wusste was ich eigentlich will und was gut für mich ist.
kurzum, ich habe mich verleiten lassen, zu früh eine entscheidung zu treffen, die ich nun bereue.
doch es gibt kein zurück mehr.
und weil jeder glaubt ich müsse jetzt sehr glücklich sein, leide ich still und heimlich.
ist vielleicht auch besser so.
wenn niemand etwas weiß, kann mich auch keiner zu irgendwelchen entscheidungen drängen.
man sollte immer so stark sein, dass man sich von niemanden etwas einreden lassen kann.
andere haben immer leicht reden.
aber ich bin jetzt wohl diejenige, die mit der entscheidung leben muss, und nicht die.
ich war so schwach.
und so doof.
saphir - 9. Jan, 05:51
sehnsucht enthüllt
eine kreidekontur ihrer brüste
vom fieberhauch gemalt
saphir - 9. Jan, 02:32